Pandemie 2020 – So sieht unsere Zukunft aus

Oma, erzählst du mir etwas aus der Zeit vor der Pandemie 2020? Na dann setz dich mal vor dein Imäc, das wird eine längere Unterhaltung…

Oma erzählt aus dem Jahr der Pandemie 2020

Damals im Jahr 2020 gab es einen Virus, das erst ganz weit weg von uns in China war. Allerdings breitete es sich rasend schnell über die ganze Welt aus, so dass es auch bald bei uns war. Die Menschen bekamen Angst und nannten das Virus COVID19 oder auch Coronavirus. Die Pandemie veränderte plötzlich unser ganzes Leben das wir bis dahin kannten. Es begann eine Zeit der Umstellung und nichts blieb wie es war.

Vor der Pandemie 2020 begrüßten wir uns mit Umarmungen

Früher war es zur Begrüßung normal, dass man sich die Hand gab oder dass man sich auch mal berührte. Manchmal gab man sich sogar ein Küsschen auf die Backe. Wir Menschen kannten es nicht anders, als dass man sich mit einer Geste der Berührung zeigt, wie gern man sich hat. Außerdem war Homeschooling in Deutschland damals nicht erlaubt. Alle Kinder gingen ab dem sechsten Lebensjahr zur Schule und davor in den Kindergarten.

Kurz vor dem vierten Geburtstag deines Papas erfuhren wir Bürger damals aus den Nachrichten, dass unser öffentliches Leben erst mal auf Stillstand gelegt werden sollte, um die Pandemie einzudämmen. Unser Leben außerhalb der eigenen vier Wände fand also von jetzt auf gleich nicht mehr statt.

Kindergartenfrei und Schulfrei

Alle Schulen und Kindergärten hatten geschlossen. Seit Beginn der fortschrittlichen Technologie hatten wir damals einiges dazu gelernt und auch ausprobiert. Aber so ein digitales Leben wie du es heute kennst, das gab es vor der Pandemie nicht. Vielmehr fand ein Großteil unseres Lebens nicht virtuell statt, sondern in der Öffentlichkeit und miteinander. Es gab sogar Vereine, wo man sich regelmäßig traf und einem gemeinsamen Hobby nachging.

Vor der Pandemie 2020 gab es Spielplätze

Die Kinder hatten in jedem Dorf ihren eigenen Spielplatz der für alle zugänglich war. Dort traf man sich und spielte im Sand miteinander. Sand, was ist das Oma? Sand ist ein wunderbarer natürlicher Rohstoff aus kleinen Steinen, so klein dass er sich fast wie Mehl anfühlt. Die Kinder liebten es damit Burgen zu bauen. Alle Kinder spielten dann gemeinsam im Sand? Ja mein Schatz, das durften sie. Aber dann wurden sie ja ständig krank!

Viren und Bakterien sind nicht immer schlecht

Nein mein Schatz. Vor der Pandemie hatten wir ständig Kontakt mit allem in der Öffentlichkeit. Unser Körper war es gewohnt mit Viren und Bakterien umzugehen und deshalb machten sie uns nichts aus. Außer man war schon etwas älter und nicht mehr ganz so stark oder hatte Vorerkrankungen, dann war das Imunsystem geschwächt. Ungefähr so schwach,  wie es der Körper von euch Kindern heute schon ab Geburt ist. Und deshalb wurden die Menschen damals auch älter als wir es heute werden? Ja genau, mitunter deshalb.

Warum können wir nicht wieder so leben, wie vor der Pandemie 2020?

Aber Oma, dann sollten wir ab sofort doch alle wieder so leben wie vor der Pandemie 2020! Das geht nicht. Leider wird das Jahre dauern, bis der menschliche Körper nicht sofort von kleineren Bakterien oder Viren angegriffen wird, sondern sie wieder im Einklang miteinander, in unseren Körpern leben können.  Ihr Kinder seid heutzutage gegen alles geimpft und somit immun gegen viele Medikamente. Euer Körper muss erst wieder lernen, dass es auch gute Mikroorganismen gibt, die einem helfen können. 

War das Leben vor der Pandemie 2020 besser?

Oma, ich hätte auch gerne in der Zeit vor der Pandemie 2020 gelebt. Es muss toll gewesen sein so viel Kontakt zu anderen Kindern zu haben und mit ihnen nicht nur virtuell spielen zu können. Warum musste es diese Pandemie überhaupt geben? Ihr hattet früher anscheinend ein viel schöneres Leben als wir es heute haben! Am Anfang war man sich nicht sicher woher COVID19 kam. Es gab viele Theorien. Jeder schob es auf den anderen, aber gewusst hat es niemand.  Erst viele Jahre später entdeckte ein Forscher den tatsächlichen Grund für diese Pandemie und dieser war ein ganz anderer als ursprünglich gedacht. Damals war nämlich nicht alles viel besser als es heute ist.

Das war der Grund für die Pandemie 2020

Ehrlich gesagt gingen wir Menschen damals sehr rücksichtslos mit den Ressourcen um.  Wir lebten bereits seit 2019 auf pump, denn da fand der rechnerische Tag der Erdüberlastung statt, den sogenannten Earth Overshoot Day.

Den Klimawandel leugneten viele oder er war ihnen egal. Viele Tiere waren kurz vor dem Aussterben und ihr Lebensraum war bedroht. Wir rodeten damals ganze Wälder nur für unseren Konsum. Auch wurden Tiere in einem gigantischen Ausmaß, auf unmenschliche Art, möglichst schnell gezüchtet, um sie dann zu schlachten. Alles sollte wenig Geld kosten und in Überhand vorhanden sein. Vor der Pandemie gab es Erdbeeren zum Beispiel sogar im Dezember zu kaufen. Unsere Lebensmittel waren genetisch so manipuliert, dass sie den möglichst größten Gewinn erbrachten. In unseren Körpern fand man sogar Mikroplastik, was wir durch unsere Umwelt in uns aufnahmen. Ja sogar Kinder in deinem  Alter waren davon betroffen.

Naja, jedenfalls fand dieser Forscher heraus, dass die Pandemie ein Schachzug von Mutter Natur war. Denn unsere Welt stand kurz davor sich endgültig nicht mehr von unserem verschwenderichem Lebensstil erholen zu können. Somit musste etwas passieren und das war dann die Pandemie.

Unsere zweite Chance

Durch die Pandemie 2020 begann ein völlig neues Leben. Wir Menschen bekamen eine zweite Chance nun alles besser zu machen und aus unseren Fehlern zu lernen.

In den Monaten, die wir isoliert in unseren eigenen vier Wänden verbrachten, begann die Natur sich wieder zu erholen. Auf wundersame Weise regenerierte sie sich schnell. Die Luft wurde wieder sauber, die Erderwärmung wurde aufgehalten, die Tiere vermehrten sich und die Ozonschicht wurde wieder dicker. Alles entwickelte sich zum positiven, sodass wir Menschen aufwachten und die Pandemie als Warnsignal erkannten. Wir waren dankbar für den neuen Anfang den wir dadurch erhielten. Es begann ein Umdenken und plötzlich stand das Leben mit der Natur im Einklang im Vordergrund. Denn dieser ressourcenschonender Umgang mit der Umwelt, so wie ihn deine Generation als selbstverständlich kennt, davon waren wir weit entfernt. Deshalb mein Enkel, war früher also nicht alles besser.

Aber dann könnte man ja sagen Oma, dass IHR damals dafür verantwortlich seid, dass wir Kinder von heute so oft krank sind und nicht mehr so alt werden? Ja mein Schatz, das ist die Bürde die wir jeden Tag mit uns tragen müssen…

ENDE

Meine erfundene Kurzgeschichte entstand dadurch, dass freeyourfamily mit dem Hashtag #lebennachcorona noch bis zum 30.05.2020 dazu aufruft, zu erzählen, wie es nach der Pandemie wohl weiter gehen wird. Mitmachen kann jeder, du brauchst dazu keinen eigenen Blog! Melde dich einfach bei Patrick und Evelin.

Und falls du wissen möchtest wie unser Alltag in der Coronakrise aussieht, dann schaue doch mal in den unten stehenden Links. In Teil 1 verrate dir schon mal dass er ziemlich produktiv ist. In Teil 2 stelle dir eine Spielidee für ein ganzes Dorf/Stadt vor. Nachmachen ausdrücklich erwünscht!

Herzensgrüße,

Nadine

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