Unerzogen – Mein Beitrag für das Elternmagazin

Am Anfang des Jahres war es soweit, ich durfte für das etwas alternative Elternmagazin – Unerzogen – einen Beitrag zum Thema Homeschooling und Tipps und Tricks in schwierigen Zeiten schreiben. Die komplette Ausgabe kannst du hier kaufen. Heute möchte ich dir einen kleinen Auszug von meinem Beitrag vorstellen:

Unerzogen durch die Homeschooling – Zeit

Ich finde den Namen vom Magazin – Unerzogen – total genial. Weil Homeschooling bedeutet ja auch letzten Endes, dass wir als Elternteil aber auch unsere Kinder das Lernen selbst in die Hand nehmen und Verantwortung dafür übernehmen und das passt wiederum perfekt zum Namen vom Magazin.

Homeschooling ist in Deutschland weiterhin offiziell nicht erlaubt und war für viele Eltern ein Experiment in den letzten Wochen und Monaten. Einige Familien waren am Anfang mit der Situation überfordert und vom Homeschooling gar nicht begeistert. Doch so nach und nach haben wir Eltern und unsere Kinder eine Routine entwickelt. Viele Erwachsene staunten teilweise nicht schlecht, wie gut die Kinder sich mit der Technik auskennen und wie pflichtbewusst und konzentriert sie ihre täglichen Aufgaben bewältigten.

Falls es wieder zum Homeschooling kommen sollte und du dich diesmal noch besser darauf vorbereiten möchtest, kommen hier ein paar Ideen:

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Ein paar Tipps aus meinem Beitrag für das Magazin Unerzogen

Mein erster Vorschlag ist, dass du dein Kind mit einbindest. Vertraue darauf, dass ihr diesen Weg als Team gehen könnt. Wenn der/die Lehrer/in Arbeitsmaterialien zur Verfügung stellt, dann schaut sie euch gemeinsam an. Teilt die Aufgaben in zwei Stapel ein. Auf den ersten Stapel legt ihr alle Arbeitsblätter, die dein Kind ohne Hilfe erledigen kann und auf den zweiten Stapel wandern die Arbeitsblätter, wo dein Kind Hilfe benötigt.

Jetzt kannst du schon einmal besser abschätzen, wie viel Zeit du tatsächlich für die Hilfestellung aufbringen musst. Frage dein Kind, ob es Lust hat, sich die Aufgaben, die es eigenständig erledigen kann, selbst einzuteilen. Vielleicht möchte dein Kind heute lieber rechnen anstatt schreiben? Warum nicht? Das ist ein großer Vorteil vom Homeschooling: Ihr als Team könnt euch den Ablauf selbst gestalten. Wenn dein Kind sich die heutige Tagesaufgabe sogar selbst aussuchen darf, wirst du merken, wie motiviert es bei der Arbeit ist. Du kannst diese Zeit doch sicher perfekt für deinen Haushalt, Homeoffice oder zur Freizeitgestaltung nutzen. 

So geht mein Artikel weiter im Magazin

Alle Aufgaben, bei denen dein Kind Hilfe benötigt, legst du erst einmal zur Seite. Wenn du eine ruhige Minute hast, schaust du dir die Arbeitsblätter in Ruhe an. Gibt es etwas, was du deinem Kind gar nicht erklären kannst? Vielleicht ist dein/e Partner/in aber gut darin und kann diesen Part übernehmen? Falls das nicht geht, erkläre deinem Kind, dass du dich erst selbst in die Aufgabe einarbeiten musst. “Nobody is perfect!” Tausche dich da auch gerne mit anderen Eltern aus. Vielleicht könnt ihr ja sogar einen Video-Anruf machen, indem ein anderes Elternteil deinem Kind etwas hilft?

Die Arbeitsblätter, die jetzt noch übrigbleiben, sind also Aufgaben, bei denen dein Kind Unterstützung braucht und du ganz genau weißt, wie du dabei helfen kannst. So bist du gut vorbereitet und dein Kind muss nicht unnötig mit dir am Tisch sitzen und darauf warten, bis es endlich los geht.  Auch da kannst du dein Kind wieder entscheiden lassen, was es denn heute gerne lernen möchte.

Weitere Vorteile vom Homeschooling für das Magazin Unerzogen

Jeder Mensch hat einen individuellen Biorhythmus. Durch die Schule sind unsere Kinder aber leider gezwungen sich dem Rhythmus der Unterrichtszeiten anzupassen. Wenn dein Kind ein Langschläfer ist, fällt es ihm sicherlich schwer, sich in der ersten Schulstunde zu konzentrieren. Beim Homeschooling kann jeder ausschlafen und du nutzt die Zeit für deine “To-Do´s”, so habt ihr beide etwas davon.

Stresst es dich, morgens immer die Uhr im Nacken zu haben, weil dein Kind trödelt und es eigentlich gleich los auf den Schulweg muss? Und genau diese Situation entfällt beim Homeschooling. Wen stört es, wenn heute mal im Schlafanzug gelernt wird?

Eine Unterrichtsstunde ist genau vorgegeben. Die Glocke läutet und die nächste Stunde beginnt, egal ob die Aufgabe jetzt komplett erledigt ist oder nicht.  Wenn du bei einer Sache aber völlig konzentriert dabei bist, würde es dich dann nicht auch sehr stören, wenn jemand plötzlich sagt, dass du sofort damit aufhören musst, um bei etwas anderem weiterarbeiten zu müssen?

Beim Homeschooling brauchst du keine Glocke. Dein Kind kann so lange lernen, bis es fertig ist oder es eine Pause braucht und ist dadurch viel effektiver und konzentrierter bei der Sache. Falls dein Kind bereits nach 20 Minuten mit der Aufgabe fertig ist, wundere dich nicht. Erinnere dich einmal an deine Schulzeit zurück. Mit all den Mitschülern in der Klasse, dauert es eben etwas länger, bis der Unterricht erst einmal richtig beginnen kann. 

Meine weiteren Tipps und Tricks im Magazin

Das war mein kleiner Ausschnitt für das Magazin Unerzogen. Mein Artikel ist im Original noch um so einiges länger und beinhaltet auch noch Tipps und Tricks für den Haushalt und die Geschwisterkinder.

Falls du mit deiner Familie aktuell in Quarantäne bist und du ein paar Yoga-Übungen mit deinem Kind machen möchtest, gibt es hier die kostenlosen Bilderkarten mit Geschichte dazu.

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Und für alle meine wöchentlichen Leser habe ich eine private Neuigkeit: Unser 3. Kind macht sich demnächst auf den Weg das Licht der Erde zu erblicken. Deshalb kann es jetzt auf meinem Blog tatsächlich häufiger zu Verzögerungen kommen, sodass ich nicht regelmäßig schreiben kann.

Bis dahin wünsche ich dir und deiner Familie weiterhin alles erdenklich Gute und ich melde mich jeden Freitag, so oft es klappt.

Herzensgrüße,

Nadine

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